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Kunststoff Bisphenol A kann möglicherweise Spermien negativ beeinflussen

01.04.2011
Der Kunststoff Bisphenol A (BPA) kann möglicherweise die Qualität und die Anzahl von Spermien negativ beeinflussen. Zu diesem Ergebnis gelangt eine chinesische Studie.

Die chemische Verbindung ist in zahlreichen Alltagsgegenständen wie etwa Babyfläschchen, Plastikschüsseln oder der Innenbeschichtung von Getränkedosen enthalten und kann bereits in geringen Mengen in den menschlichen Hormonhaushalt eingreifen.

Die Wissenschaftler hatten in ihrer Untersuchung die Daten von 218 Männern ausgewertet, die in vier Fabriken in China tätig waren. Ein Teil von ihnen kam während der Arbeit mit BPA in Berührung, ein anderer Teil nicht. Geprüft wurden die BPA-Konzentrationen im Urin der Männer sowie die Zahl, die Beweglichkeit und die Beschaffenheit ihrer Spermien.

Es zeigte sich, dass die Studienteilnehmer, bei denen BPA im Urin nachgewiesen worden war, ein mehr als zweifach erhöhtes Risiko für eine eingeschränkte Spermienbeweglichkeit aufwiesen. Das Risiko für Spermien mit geringer Vitalität war dreifach und das für eine reduzierte Spermienanzahl sogar vierfach erhöht.

Die in der Fachzeitschrift Fertility and Sterility veröffentlichte Studie ist nach Angaben der Forscher die erste, die einen negativen Einfluss von BPA auf die menschliche Spermienqualität untersucht. Allerdings sind laut Studienleiter De-Kun Li weitere Untersuchungen mit mehr Teilnehmern notwendig, um die Ergebnisse zu untermauern.

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