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Forum Fertinet |
![]() Künstliche Befruchtung (In-vitro-Fertilisation, IVF) und positive Denk-Strategien IVF ist heute ein Routineeingriff, der jährlich weltweit mehrere Hunderttausend Mal vorgenommen wird. Für das einzelne Paar ist es jedoch ein großer Schritt. Entscheidungsfindung IVF, aber auch Verhütungsmittel entkoppeln Zeugung und Sexualität. Für die Entscheidungsfindung eines Paares gibt es drei wichtige Kriterien:
„Harte“ Diagnosen wie Eileiterverschluss oder sehr starke Einschränkung des Spermiogramms erfordern jedoch einen „Direkteinstieg“ in die Befruchtung außerhalb des Körpers (extrakorporal). Vom möglichen Kind aus gesehen ist die Frage der „Natürlichkeit“ nicht wichtig. Viel entscheidender ist, ob es gewollt und gewünscht ist. Manche spontanen Schwangerschaften entstehen sehr natürlich, die Kinder sind jedoch ungewollt und ein Schwangerschaftskonflikt ist vorprogrammiert. Wunschkind zu sein – egal ob durch IVF oder spontan – ist hingegen die beste Startchance im Leben. Fast alle Paare verfügen über die notwendigen partnerschaftlichen Ressourcen, um eine Kinderwunschbehandlung gut zu überstehen: Aufmerksamkeit, aufeinander Eingehen, Austausch der Gefühle, das gemeinsame Projekt „Kinderwunsch“ und ein gut funktionierender Alltag schweißen beide Partner in einer Sterilitätstherapie zusammen. Die Behandlung verbindet mehr als dass sie trennt. Das wirklich Schwierige bei IVF ist meistens nur der wiederholte Misserfolg. In diesem Fall ist es wichtig, sich rechtzeitig psychologische Hilfe zu holen. Misserfolg kann ein Katalysator und Auslöser für grundsätzliche Paarkonflikte und -themen sein. Und diese neigen nun einmal dazu, in existenziellen Lebenssituationen „aufzubrechen“. Ob es der ganze Aufwand wert war, ist eine Frage, die erst am Ende der Therapie beantwortet werden kann. Mit Geburt eines gesunden Kindes fallen die Jahre der Kinderwunschbelastung fast vollständig von einem ab. Muss die Sterilitätsbehandlung erfolglos beendet werden, fällt der Abschluss des Kinderwunsches leichter. Denn nicht genutzte Möglichkeiten belasten langfristig mehr als ein erfolgloses Bemühen. Sie können sich immer wieder neu entscheiden: für oder (vorläufig) gegen eine Kinderwunschbehandlung. Wichtig ist, dass Sie sich in Übereinstimmung mit Ihren Werten und Überzeugungen verhalten.
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