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Forum Fertinet |
![]() Bewältigung des Abschieds vom Kinderwunsch Abschied vom Kinderwunsch ist ein langsamer Ausschleichprozess, der mit der Einsicht in die letztendliche Realität „Wir werden nie ein leibliches Kind haben“ endet. Die beste Prävention gegen die große Verzweiflung am Ende der Realisierbarkeit des Kinderwunsches ist ein gelebtes Leben während der Kinderwunschphase. Zeitpunkt Da Körper, Geist und Seele eine Einheit bilden, ist der innere Abschluss des Kinderwunsches erst möglich, wenn es körperlich nicht mehr „geht“. Altersgemäßer Abschied: Mit etwa 43 bis 44 Jahren geben die meisten Frauen, die einen klaren und eindeutigen Kinderwunsch hatten, diesen erst wirklich auf. Für viele Paare ist also das „Fünkchen Hoffnung“ bis weit über 40 normal, sie kommunizieren dies meist aber nicht mehr nach außen. Diagnosebedingter Abschluss: Bei einer „harten“ Diagnose wie Eileiterverschluss oder starker Einschränkung des Spermiogrammes endet die Realisierung des Kinderwunsches mit dem letzten IVF- oder ICSI-Versuch. Doch auch hier geschieht häufig ein Prozess, den man als Kinderwunsch in „Phase 3“ bezeichnen kann: Ohne den Zeugungsstress von Phase 1 und ohne die medizinische Unterstützung von Phase 2 haben Paare die sehr, sehr reduzierte Erwartung, dass vielleicht doch noch „irgendwie etwas geht“. Ein Sprichwort verdeutlicht das psychisch notwendige „Prinzip Hoffnung“: „Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.“ Unerfüllter Kinderwunsch ist ein lebenslanges Thema. In verschiedenen späteren Lebensphasen kommen immer wieder positive und negative Auswirkungen der Kinderlosigkeit zum Tragen.
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