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Wie kommt es zur Schwangerschaft?



1. In der ersten Zyklushälfte stimuliert das FSH das Wachstum und die Entwicklung meist nur eines Eibläschens (Follikel) in einem der Eierstöcke. In dem Eibläschen wiederum reift die Eizelle heran. Das von den Follikeln im Eierstock gebildete Östrogen regt das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut an.

2. Ist eine Eizelle fertig herangereift, löst ein plötzlicher Anstieg des Hormons LH zunächst die Reifeteilung und einige Stunden später den Eisprung aus. Bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen ist dies um den 14. bis 16. Zyklustag der Fall. Das Eibläschen platzt auf und die befruchtungsfähige Eizelle wandert in den Eileiter.

Aus den zurückbleibenden Follikelzellen entsteht der so genannte Gelbkörper, der das Progesteron – auch als Gelbkörperhormon bezeichnet – ausschüttet. Das Progesteron bereitet die Gebärmutter auf eine mögliche Schwangerschaft vor.

3. Auf ihrem Weg vom Eileiter zur Gebärmutter wird die Eizelle befruchtet. Von der Vielzahl der Spermien, die bis hierher gelangen, schafft es immer nur eines, die schützende Hülle der Eizelle zu durchdringen. Mit diesem Akt beginnt der Prozess der Verschmelzung väterlicher und mütterlicher Erbanlagen – ein Embryo ist entstanden und ein neues Leben beginnt. 

4. Im Laufe der ersten Zellteilungen wandert der Embryo immer weiter in Richtung Gebärmutter, wo er kurz vor der Einnistung noch aus der Eihülle schlüpfen muss.

5. Frühestens sechs bis sieben Tage nach der Befruchtung beginnt die Einnistung in die nährstoffreiche Gebärmutterschleimhaut. 

Am Ort der Einnistung bildet sich die Plazenta („Mutterkuchen“) heraus. Sie dient dem Nährstoff- und Gasaustausch zwischen Mutter und Embryo und produziert schwangerschaftserhaltende Hormone. Bleibt eine Befruchtung aus, oder kann sich der Embryo nicht einnisten, wird die Gebärmutterschleimhaut ausgestoßen. Es kommt zur Monatsblutung und der Zyklus beginnt von neuem.


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